Dachfläche für Photovoltaik berechnen

Von der gemessenen Grundfläche über die Dachneigung zur tatsächlich nutzbaren Fläche.

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Die kurze Antwort

Auf dem Luftbild wird zunächst die Dachfläche gemessen, das ergibt jedoch die Grundfläche, nicht die tatsächliche Dachfläche. Ein geneigtes Dach ist größer als seine Grundfläche, bei 30 Grad Neigung um rund 15 Prozent, bei 45 Grad um rund 41 Prozent. Von der so korrigierten Fläche bleiben nach Abzug von Rändern, Gauben, Schornsteinen und verschatteten Bereichen erfahrungsgemäß 60 bis 80 Prozent nutzbar.

Wie messe ich meine Dachfläche auf der Karte?

In vier Schritten, den Standort suchen, auf die Luftbildansicht wechseln, die Dachfläche mit dem Flächenrechner einzeichnen, und das Ergebnis gegen die Dachneigung korrigieren. Bei schräg aufgenommenen Luftbildern liegt eine Dachkante gegenüber dem tatsächlichen Grundriss leicht verschoben, senkrechte Aufnahmen sind vorzuziehen.

Warum ist die gemessene Fläche zu klein?

Ein Luftbild zeigt das Dach von oben, gemessen wird also die Grundfläche, die das Dach überdeckt, nicht die geneigte Dachfläche selbst. Die tatsächliche Dachfläche ergibt sich, indem die Grundfläche durch den Kosinus des Neigungswinkels geteilt wird.

Umrechnung Grundfläche zu Dachfläche, Beispiel 100 m²
DachneigungFaktorDachfläche bei 100 m² Grundfläche
15°1,04104 m²
25°1,10110 m²
30°1,15115 m²
35°1,22122 m²
45°1,41141 m²
60°2,00200 m²

Ist die eigene Dachneigung nicht bekannt, steht sie meist in den Bauunterlagen, lässt sich bei einem Dachdecker erfragen oder im Dachstuhl aus Sparrenlänge und Höhe näherungsweise ermitteln.

Wie viel der Dachfläche ist tatsächlich nutzbar?

Typische Abzüge von der korrigierten Dachfläche, Erfahrungswerte
AbzugWarum
RandabständeMontagevorschriften und Windlast verlangen Abstand zur Dachkante
DachaufbautenGauben, Schornsteine, Dachfenster, Lüfter
Verschattete BereicheBäume, Nachbargebäude, eigene Aufbauten
Ungünstige AusrichtungNordflächen werden meist nicht belegt

In Summe bleiben von der korrigierten Dachfläche erfahrungsgemäß 60 bis 80 Prozent nutzbar, diese Spanne ist ein Erfahrungswert, kein amtlicher Standard.

Welche Rolle spielen Ausrichtung und Verschattung?

Eine Südausrichtung liefert den höchsten Gesamtertrag, Ost-West-Dächer sind für den Eigenverbrauch inzwischen kein echter Nachteil mehr, weil sie den Ertrag gleichmäßiger über den Tag verteilen. Wie hoch die Sonne am eigenen Standort im Jahresverlauf steht und wann ein Nachbargebäude oder ein Baum das Dach verschattet, zeigt der Sonnenstand-Rechner.

Wie viele Module passen auf die Fläche?

Als grobe Orientierung braucht ein handelsübliches Modul etwa 1,7 bis 2 Quadratmeter. 60 Quadratmeter nutzbare Fläche entsprechen damit rund 30 bis 35 Modulen. Die tatsächliche Belegung hängt vom Modulformat, der Dachgeometrie und der Montageart ab, ein Fachbetrieb plant das im Detail.

Was berechnet dieses Werkzeug nicht?

Diese Seite berechnet Flächen. Wie viel Strom eine Anlage auf dieser Fläche erzeugt, was sie kostet und welche Förderung gilt, hängt von Technik, Strompreisen und Förderrecht ab, das ändert sich laufend und gehört nicht zu dem, was hier zuverlässig beantwortet werden kann. Dafür sind Fachbetriebe, Verbraucherzentralen und die zuständigen Förderstellen die richtigen Ansprechpartner.